Brunnenfest 2019 in der Birlinghovener Parkanlage

Herzlich willkommen und gute Unterhaltung

Schlosskonzerte 2019 - Nachlese

Alles war ein bisschen anders, ein wenig ungewöhnlich, noch mehr gezeigte Emotionen als sonst, ein neuer Vorsitzender begrüßte das Publikum, „fremde“ Sänger ergänzten den Chor auf der Bühne, ein Chorleiter kurz vor seinem Abschied aus Birlinghoven.

Zu Beginn seiner launigen Begrüßung dankte Vorsitzender Siegfried Lütz dem Publikum für 40 Jahre Treue. Die Sänger stimmten in diesen Dank ein mit anhaltendem Applaus. Die Kooperation wirft ihre Schatten voraus: Niederpleiser Sänger, die sich über die Monate gemeinsamer Probenarbeit gut eingefügt haben, bereicherten nicht nur als eine zahlenmäßige Vermehrung der Auftrittsstärke.

Eines einte alle Mitwirkenden: Jeder Einzelne war bestrebt, zu einem guten Konzert beizutragen. Dass Letzteres hervorragend gelang und ein begeistertes Publikum sich bei den Protagonisten mit stehenden Ovationen bedankte, war der Lohn für die intensive Arbeit.

Jedes Gedicht enthält eine Botschaft an seine Leser*innen. Vertonte Gedichte überbringen sie in einer besonderen, das schöngeistige Empfinden zusätzlich stimulierenden Weise. Sind fremde Kulturen die Überbringer einer Botschaft, erfordern sie eine intensive Auseinandersetzung, fordern sie einen tiefen Blick in die Gedankenwelt, in die Seele dieses Volkes, dieser Kultur. Diese Kernaussagen der Lieder im diesjährigen Programm waren vom Chorleiter zielsicher heraus gearbeitet, mit dem Chor exakt vorbereitet und im Ausdruck mit fein nuancierter Dynamik in Lautstärken, Tempi und viel Empathie dargeboten.

Die mitwirkenden Solisten waren, wie so oft im Schloss zu hören, wieder einmal eine Klasse für sich. Der junge südkoreanische Tenor Hyunhan Hwang, gerade erst seit einem halben Jahr in Deutschland, bestach mit einer kraftvollen Stimme, alle Schwierigkeiten in seinem Programm souverän meisternd. Von ihm wird sicher noch zu hören sein. Pianist Jori Schulze-Reimpell, ein guter Bekannter des Chors, ist an sich bereits ein Erfolgsgarant: Er verströmt eine Leichtigkeit, eine unerschütterliche Ruhe, zeigt ein Können auf außerordentlich hohem Niveau mit einer Ausstrahlung, die sich ungemein positiv auf alle Sänger auswirkt.

Der Männerchor 1872 Birlinghoven e.V. verabschiedete mit diesen fulminanten Konzerten seinen Chorleiter Wolfram Kastorp, der diesen Chor vor 16 Jahren übernommen hatte, bereits damals ein kulturelles Aushängeschild für Sankt Augustin.

Wolfram Kastorp hat mit seiner Arbeit die vorgefundene Qualität nicht nur erhalten, sondern sie kontinuierlich – verbunden mit einer stetigen, behutsamen Erweiterung des Repertoires – noch weiter gesteigert.

Dank seiner akribischen – auf den Erfolg beim Publikum ausgerichteten – Arbeit (nicht alle Sänger vermochten seiner Leitlinie zu folgen) erlangte der Chor mit seinen Konzerten eine über Sankt Augustin hinausgehende, regionale Aufmerksamkeit. Das ist sowohl den Reaktionen der Presse zu entnehmen, als auch am großen Einzugsbereich seines Publikums zu erkennen.

Über seine üblichen Verpflichtungen hinaus brachte er zudem eine Vielzahl eigener, maßgeschneiderter, am Leistungsvermögen des Chors ausgerichteter Chorsätze ein, die seinen Programmen das besondere Etwas verliehen.

Junge Solisten, mit Empfehlungen aus seinem großen Netzwerk verpflichtet, erhielten die Möglichkeiten, sich mit der Teilnahme an den Konzerten einen Namen zu erarbeiten, oder ihren Ruf zu bestätigen. Auch für diese gebotenen Chancen gebührt Wolfram Kastorp Anerkennung.

Für seinen außerordentlich wertvollen Anteil am kulturellen Geschehen in Sankt Augustin in Gestalt der vielen brillanten Auftritte „seines“ Chors und als Ausdruck der hohen Wertschätzung der Stadt zeichnete die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Bergmann-Gries am Ende der Konzerte Wolfram Kastorp mit der Ehrengabe der Stadt aus, dem Sankt Augustin-Taler.

Die Sänger vom Männerchor 1872 Birlinghoven e.V. danken Wolfram Kastorp herzlich für die Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Jahren und wünschen ihm für sein weiteres musikalisches Schaffen und sein persönliches Wohlergehen alles erdenklich Gute.

    

       

       

       
                                                                        Foto Peters

       

        

         

 

Die Presse berichtete:

General-Anzeiger am 13. 05.2019

 

Rhein-Sieg Rundschau und Rhein-Sieg-Anzeiger am 14.05.2019

 

Rundblick Sankt Augustin am Samstag, 25. Mai 2019

Schlosskonzerte 2019 - Vorschau

 

Zum Abschluss der Aera Wolfram Kastorp als ihr Chorleiter präsentieren die Birlinghovener Sänger mit Unterstützung von Sängern des MGV „Lebenslust“ Niederpleis und die eingeladenen Solisten ein Programm mit fantastischen Melodien des südost- und osteuropäischen Raums mit Stationen in Russland, dem Baltikum und den Ländern des Balkans.

Ausgangs-, Kern- und Schwerpunkt ist das russische Lied mit seiner enormen Bandbreite:
Das wesentliche Element der russischen Musik ist der Gesang. Der bereits mit Beginn der Christianisierung sich entwickelnde Kirchengesang (gefördert durch den Einfluss byzantinischer Sänger) hat der Weltmusikliteratur ebenso fantastische Ergebnisse beschert wie die russische Volksmusik mit ihren Wurzeln im bäuerlichen Alltag und einer Fülle an Gebrauchsliedern, historischen Liedern und Tänzen. Ob kraftvoll getragen oder mit einer Leichtigkeit dahinrasend, in tiefsten oder höchsten Lagen voluminös oder zart dahinschwebend - mit einer ihresgleichen suchenden Dynamik und reich entfalteten Rhythmik gibt diese Musik Einblick in die tiefe Gefühlswelt der russischen Seele. Mit ihren Impulsen hat sie auch die nationalrussische Kunstmusik beginnend im frühen 19. Jahrhundert und die seitdem entstandenen Opern maßgeblich beeinflusst.

Für ihre Leichtigkeit und ihre vielfältigen tänzerischen Elemente ist die Volksmusik auf dem Balkan gemeinhin bekannt. Die Vielfalt der Ethnien auf dem Balkan spiegelt sich darin wider, ausgehend sowohl von einem türkisch-osmanischen Einfluss, als auch weiteren, in den jeweiligen ethnischen Zonen unterschiedlichen Stilrichtungen. Ebenso umfangreich ist die Zahl an unterschiedlichen Instrumenten, hier das vorherrschende Element der Volksmusik, während der Gesang nur die Begleitung übernimmt, denn die grundlegende Form der Musik ist der Tanz. Den Liedtexten liegen häufig bildliche Motive zugrunde; auch die Liebe zu einer Liebsten (Kleinen), oder einem Liebsten (Jungen), öfter jedoch noch ein Brauch oder der Alltag im Dorf.

Auch im Baltikum ist die traditionelle Volksmusik fester Bestandteil der Kultur. In Jahrhunderten der Fremdherrschaft war die mündliche Weitergabe die wichtigste Möglichkeit zur Überlieferung eigener Mythen, Bewahrung des kulturellen Erbes und der Verwirklichung einer nationalen Kultur und Identität. Daraus entstanden ist eine reiche Tradition an gelebtem Chorgesang.

Mit der Definition einer eigenen Roma-Musik tut man sich schwer. Sie ist eher eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl musikalischer Strömungen. Die wechselseitige Durchdringung mehrheitsgesellschaftlicher Musik und von Roma produzierter Musik ist gut erkennbar in der ungarischen Musiktradition, der man einen starken Einfluss bis in die Wiener Klassik zuschreibt.

Chorleiter Wolfram Kastorp hat auch in diesem Jahr in bewährter Manier ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und ist wiederum für den Gesamtablauf verantwortlich. Traditionell begleiten uns besondere Gäste durch die Konzerte (Vitae s. Anhang):
Hyunhan Hwang - Tenor
Jori Schulze-Reimpell – Klavier

Unser diesjähriges Programm

Die Mitwirkenden freuen sich auf Ihren Besuch

und wünschen einen unterhaltsamen Abend

 

Die Presse berichtet:

Rundblick Sankt Augustin am 27. April 2019

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Vita Hyunhan Hwang.pdf)Vita Hyunhan Hwang.pdf[ ]7406 KB%2019-%04-%13 %1:%Apr%+02:00
Diese Datei herunterladen (Vita Jori Schulze-Reimpell.pdf)Vita Jori Schulze-Reimpell.pdf[ ]108 KB%2019-%04-%13 %1:%Apr%+02:00

Offenes Mitsingen beim Männerchor Birlinghoven

 

 

 

           

 

           

 

 

           

 

 

 

Gelungenes Festwochenende am Brunnen

„Herzlich willkommen zu einer Neuauflage Kölsche Ovend und Brunnenfest an altbewährter Stelle in der Parkanlage in Birlinghoven. Dank Ihrer Reaktionen auf die Bekanntgabe unserer neuen Absichten und der Unterstützung durch die anderen Ortsvereine und spontane Hilfsangebote aus der Bevölkerung war es dem Chor möglich, diese Tradition an diesem Ort fortzusetzen. Dafür gebührt Ihnen allen unser herzlicher Dank. Wir wünschen Ihnen ein unterhaltsames, vergnügliches Wochenende.“

Mit diesen Worten läutete Siegfried Lütz, 2. Vorsitzender des Männerchors 1872 Birlinghoven, das Festprogramm am Wochenende vor Beginn der Sommerferien ein.

Den Beginn des weit gespannten Bogens musikalischer Unterhaltung stellte der Chor selbst mit Kölschen Liedern, an deren Ende „En Bielekovve“ stand, die heimliche Birlinghoven-Hymne, frei nach dem Bläck-Fööss-Song „In unsrem Veedel“. Anschließend musste Kölsch-Cover Sänger „Drickes“ all sein Können aufbieten, um die Stimmung bei den schon ordentlich in Feierlaune befindlichen Gästen noch weiter aufzuheizen.

Die zu keiner Zeit kürzer werdende lange Schlange ließ schon zeitig erahnen, dass der Vorrat an Reibekuchenteig, den die Damen der KG „Dolle Höhner“ auch in diesem Jahr wieder zu ihren Gaumenschmaus-Rievkooche verwandelten, keine drei Stunden überstehen würde. Die Enttäuschung derer, die vergeblich angestanden hatten, blieb die einzige an diesem Abend.

Den Sonntag beginnt der Chor immer mit einem Gottesdienst im Park, in diesem Jahr war es der evangelische, wieder gehalten von Dr. Holger Weitenhagen.

Mit zünftiger „Dicke-Backen“-Musik, aber auch mit gekonnten Ausflügen in die Moderne spielte das Bläser-Corps Auel-Gau aus Oberpleis einen schwungvollen musikalischen Frühschoppen. Nach dem Willen etlicher, gut aufgelegter Gäste hätte er durchaus noch länger andauern dürfen. Der Park war schon gut besucht, Hunger und Durst meldeten sich und die „Service-Kräfte“ brauchten sich deshalb über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen.

Die gute Stimmung hielt mit Live-Musik-Begleitung bis zum Ende am frühen Abend. Der Chor als Veranstalter war glücklich über ein wiederum gelungenes Fest-Wochenende.

   

   

   

   

Die Presse berichtet:

General-Anzeiger Dienstag, 10. Juli 2018

Rundblick Sankt Augustin Samstag, 28. Juli 2018

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